Rezension 3.




Klappentext:


Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen ..


Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst ..


Meine Meinung:

Kaum hatte ich das Buch begonnen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist genial & es lässt sich leicht und flüssig lesen.

Flynns Freundin verschwindet & er muss feststellen, dass sie anscheinend nicht nur ihn, sondern jeden in ihrer Nähe belogen hat. Er versucht herauszubekommen, was seit ihrem Umzug & der erneuten Heirat ihrer Mutter geschehen ist. Flynn war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich habe oft mit ihm gelitten. Es ist mit Sicherheit nicht einfach für einen Teenager, wenn er von der Polizei befragt wird. Wenn er mit seiner eigenen Identität kämpft & er nicht weiß, ob er eventuell doch an dem Verschwinden der Freundin mitschuldig ist. Die Ungewissheit, macht ihm sehr zu schaffen.

Im Buch wird immer wieder aus der Vergangenheit geschrieben, wie January war, was sie wirklich miteinander erlebten & wie verdreht sie diese Sachen an andere weitergegeben hat. So wird das Buch nicht langweilig & die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel, man will endlich wissen, was ist Wirklichkeit & was hat sie nur erfunden.
In der Geschichte werden die einzelnen Verhaltensmuster auf Jans Verschwinden gut beschrieben. Ein Teil macht sich Vorwürfe, grübelt & will unbedingt die Wahrheit wissen. Andere versinken in Trauer & Selbstmitleid. Einigen ist es egal, sie lassen kein gutes Haar an ihr & andere versuchen Profit daraus zu schlagen. Der Autor schafft es, dies Detail genau dem Leser zu vermitteln ohne zu langweilen und somit fühlt, hasst und liebt man mit den Personen.


Bis zum Schluss ist man hier beim Rätseln, was denn nun eigentlich passiert ist.

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Klappentext:


Geliebter Mörder?

Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseren Wissens verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte - lässt nicht los! 


Meine Meinung:



Ich habe dieses Buch verschlungen, konnte mich nicht lösen von der Geschichte um Anna und Abel. 

Gleich am Anfang hat es mich gepackt & nicht mehr losgelassen. Es ist kein Heile-Welt-Buch, es erschreckt, lässt hinhören, mitfühlen und bedauern. Die Entwicklung ist ganz anders, als man zunächst vermuten könnte!" Ich war zwischendrin wütend, traurig, entsetzt !- Kindesmissbrauch, mehrfacher Mord, mehrfacher Selbstmord, Vergewaltigung, Stricher- und Drogenmilieu.
Abel wird durch den naiven Blick Annas als hilfsbedürftiges Opfer geschildert, seine geschilderten Taten entsprechen denen eines Psychopathen. Was mich an der Story stört sind die ganz knapp unter der Oberfläche liegenden Klischees, die bedient werden. Vergewaltigung durch einen Freund? Ach, nicht der Rede wert - verschweigt man und gut ist. Mord an einem Sozialarbeiter? Ach komm, Nebensache. Mord an einem Lehrer? War doch fast ein Unfall. & sie liebt ihn einfach, weil er ja auch nur aus Liebe handelt, das ist zumindest die Erklärung. Das schlimmste an der Story ist das Frauenfeindliche Bild des naiven Mädchen aus gutem Hause, das zum Outlaw hält, auch wenn sie selbst zum Opfer des machohaften Rachefeldzugs wird.


Buchzitat 
"Manchmal kann ich nicht mehr unterscheiden", flüsterte Anna, "zwischen Schönheit und Trostlosigkeit. Ist das nicht merkwürdig? Manchmal weiß ich gar nicht, ob ich glücklich bin oder traurig. Wenn ich an dich denke, ist das so."


Im großen & ganzen ein sehr fesselndes Buch, auch wenn ich mir bei so viel weiblicher Naivität nur gegen den Kopf hauen könnt. 🤦🏻‍♀ 
Abels Gesichten fand ich wiederum richtig gut.



Ich würde das Buch definitiv nicht ab 12 Jahren empfehlen!

(https://www.youtube.com/watch?v=3wVZvgtEt9E)

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Klappentext:


Sie kann ihm nicht entkommen. Er liebt sie. 




Romy ist leidenschaftlich verliebt, als eine Recherche ihr vor Augen führt, was aus Liebe werden kann: Sie begegnet der neunzehnjährigen Fleur, die sich vor ihrem Freund Mikael und seiner gefährlichen Eifersucht in ein Kölner Frauenhaus geflüchtet hat. Gerade als Fleur beginnt, sich dort sicher zu fühlen, geschieht ein Mord, und sie weiß, dass Mikael sie gefunden hat. Für Romy beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.


Meine Meinung:


Wer hat schon den Mut, sich mit Gewalt gegen Frauen im Rahmen eines Psychothrillers auseinanderzusetzen? Monika Feth ist dieser Spagat vollauf gelungen. Als Leser erfährt, wie den Betroffenen in einem Frauenhaus geholfen werden kann und wo diese Hilfe ihre Grenzen hat. Besonders beeindruckend die Szenen im Krankenhaus, wo sich das Leiden von Bea/Fleur, die ohnehin schon auf der Schattenseite des Lebens steht, in kaum noch zu ertragender Weise fortsetzt. Wie sich die Autorin in die Lage der jungen Frau hineinzuversetzen versteht, ist bemerkenswert: Man ist mittendrin und leidet mit.
Das Buch ist aber auch aus einem anderen Grund überaus lesenswert: Es verbindet eine spannungsgeladene Geschichte einschließlich zahlreicher Informationen über das Thema Gewalt gegen Frauen. Um ein Beispiel zu nennen: Der Satz " Rick bevorzugte die (Frauen), deren Sanftmut Teil ihrer Schönheit war" haut einen in seiner Schlichtheit und Treffsicherheit fast um. 

Ein wirklich Tolles Buch & auch etwas für Leser die  die vorherigen Romy Teile noch nicht gelesen haben. 😊

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Klappentext:


Berlin steht vor dem größten Attentat seit langem: eine islamistische Gruppe will die Hauptstadt mit Gift überziehen. Niemand weiß, wann und wo es passieren wird. Um an diese Informationen zu kommen, muss sich Ermittler Faris Iskander undercover in diese Kreise einschleusen und wird in das Hochsicherheitsgefängnis in Karlshorst eingeliefert. Kann er rechtzeitig das Vertrauen des Anführers der Gruppierung erlangen und Berlin retten?

Meine Meinung:


"Ohne Ausweg" ist Faris Iskanders dritter Fall und so realistisch wie kaum ein anderer Thriller. Kathrin Lange beeindruckte mich durch eine extrem gute und wirklichkeitsnahe Geschichte, die mir so manches Mal das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man zum Einen Faris Iskander und seinem Weg ins Gefängnis, zum Anderen aber auch Teilen der terroristischen Gruppe sowie der SERV, dem Team rund um Iskander. Dieser Wechsel der Perspektiven und insbesondere das Zusammenlaufen der Informationen hat mich sofort in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Die Autorin versteht es sehr gut, Spannung aufzubauen.
Die Hauptfigur Faris Iskander ist beileibe keine leicht zu durchschauende. Durch die ersten Fälle, die ich mit ihm erleben durfte, war mir klar, dass der Polizist mit muslimischen Wurzeln ein Kämpfer sein muss. In diesem Thriller verändert sich Faris aber noch einmal. Für mich ist die Wandlung spürbar und sehr gut nachvollziehbar gewesen. Iskander beeindruckt mich durch sein schlichtes Heldentum. Er schwingt keine großartigen Reden, lebt keinen Pathos, sondern tut das, was es einfach zu tun gilt. Und das macht ihn für mich zu einem außergewöhnlichen Mann. Auch die anderen Figuren beeindrucken durch eine Tiefe und Menschlichkeit, die es mir einfach gemacht hat, wieder Anschluss an die SERV zu finden. Großartig!

Die Story an sich ist von der ersten Seite an spannend und hat mich in ihren Bann gezogen. Ich bin mit den Attentätern durch Berlin gehetzt, habe mich mit Faris in das Gefängnis begeben und mit der SERV nach den Hintermännern gesucht. Jedes Kapitel trug zur Spannung bei, ich habe gelitten, gefiebert, geweint und geflucht.

Das Finale ist stimmig, schlüssig und passt perfekt zum gesamten Buch. Und auch hier hat Kathrin Lange das richtige Gespür für die Balance zwischen Action und Glaubwürdigkeit. Toll!

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Klappentext:


„Schließ die Augen und zähl bis hundert.“ Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen.
Dreiundzwanzig Jahre später ist Alexis Hall Kommissarin bei der Mannheimer Kripo. Die wahren Gründe, warum sie zur Polizei ging, kennt niemand. Als mehrere brutal entstellte Frauenleichen in einem Wald entdeckt werden und sie die Ermittlungen leiten soll, holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn die weißen Anemonen, mit denen die Toten geschmückt sind, kennt Alexis nur zu gut – aus ihrer Kindheit …

Meine Meinung:


Das Buch beginnt nach einem kleinen aber entscheidenden Ausschnitt aus Alex Vergangenheit, direkt mit den ersten Opfern & dessen schrecklichem Tode.
Alexis Haller ist Ermittlerin bei der Kripo geworden. Als sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Oliver zu einem abgelegenen Tatort gerufen wird, bietet sich den Beiden ein Bild des Grauens.
Zwei junge Frauen, auf brutalste Weise zugerichtet , lehnen nur im Slip bekleidet ,die Beine ineinander verschränkt wie beim Liebesspiel an einem Baum. Die Augenhöhlen waren leer ; die Lippen & Ohren waren weg gefressen , sie mussten dort schon eine weile gelegen haben.
Zur näheren Bestimmung der Todeszeit wird Alexis Beste Freundin Kriminalbiologin Karen Heller , die sich auf Käfer & Fliegen spezialisierte & deshalb die Polizei bei Mordfällen beriet bei denen der Todeszeitpunkt vom Rechtsmediziner nur noch schwer eingeschätzt werden konnte hinzu gezogen.
Als weitere Todesopfer folgen und Alexis auch in ihrem privaten Umfeld ermitteln muss, erwägt sie die Möglichkeit, dass die Morde mit ihrer dunklen Vergangenheit zusammenhängen, welche ihr immer noch regelmäßig Alpträume bescherten.
Nach und nach wird der Radius des Täters immer enger und die Zeit drängt.


Zu den durchwegs sympathischen Charakteren konnte ich sofort eine Beziehung aufbauen. Durch mehrere Rückblicke wurden tiefe Einblicke in die Vergangenheit von Alexis ermöglicht, sowie die Psyche des Täters durchleuchtet.
Die Spannung wurde durch mehrere falsche Fährten gehalten. Beim ersten Tatort und der anschließenden Obduktion waren die Beschreibungen sehr ausschweifend . Außerdem wurden viele fachliche Begriffe benutzt, die Handlung ist sehr authentisch und realistisch dargestellt & die Beschreibungen & Erläuterungen sehr bildhaft beschrieben. Man hatte das Gefühl, mit am Tatort zu stehen. Vor allem bei den forensischen Untersuchungen, sind wissenschaftlich & logisch erklärt. , sei es bei den Leichen, dem Tatort oder die Insekten auf den gefundenen Toten . Es macht richtig Spaß, diesen Spuren zusammen mit Alexis und ihren Kollegen zu folgen, so grausam, blutig oder auch ab und zu eklig sie auch sein mögen.
Zum Schluss laufen alle Fäden zusammen und es kommt zu einer völlig überraschenden Wendung.

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Klappentext:


Barcelona, 1888: Als der junge Gelehrte Daniel Amat die Nachricht vom Tod seines Vaters erhält, kehrt er nur widerwillig in seine Heimat zurück. Am Grab begegnet er dem Journalisten Bernat Fleixa, der glaubt, dass es Mord war. Doch die Polizei will nicht ermitteln. Als Daniel dann noch das mysteriöse Tagebuch seines Vaters in die Hände fällt, das auf ein geheimes Manuskript verweist, und immer öfter schrecklich zugerichtete Frauenleichen in den Altstadtgassen entdeckt werden, fragt sich Daniel: War sein Vater einem grausamen Verbrechen auf der Spur?




„Die Anatomie des Teufels“  ist eine Mischung aus Thriller und historischem Roman mit einer kleinen Prise Fantasy. Er spielt in der spanischen Metropole Barcelona im Jahr 1888, einer Zeit in der die Kluft zwischen Arm und Reich enorm ist, auf der einen Seite gibt es einen gewaltigen Aufschwung in der industriellen Entwicklung und der kulturelle Fortschritt boomt, auf der anderen Seite leiden die Bürger Hunger, haben schwere Krankheiten wie Malaria, Typhus und Tuberkulose und vegetieren mehr schlecht als recht vor sich hin.


Mitten in diese Kulisse setzt der Autor einen skrupellosen Mörder aufs „Spielbrett“. Ihm gegenüber stellt er ein sehr ungleiches Ermittlerpaar, Daniel ein junger, intellektueller Mann, der sich als Dozent in Oxford ein zufriedenstellendes Leben aufgebaut hat, gerade vor der Eheschließung und Beförderung zum Professor steht und Bernat ein ziemlich „heruntergekommener“, etwas mysteriös und geheimnisvoll wirkenden Journalisten. Beide machen sich auf die Suche nach dem Mörder von Daniels Vater. Dieser war Mediziner und einer großen „Sache“ auf die Spur gekommen. Einige Andeutungen darüber hatte er Bernat vor seinem Tod bereits geäußert.


Meine Meinung:


Der Autor bietet als Story eine gute Mischung an, insgesamt ist es eine interessante und durchaus spannende Mischung, die leider etwas am Schreibstil hapert. Dieser liest sich zwar flüssig, wird aber zu sehr detailliert. Viele für die eigentliche Handlung irrelevante Szenen werden bis ins kleinste Detail beschrieben und sind sehr langweilig. So ging es auch gleich zu Beginn sehr schleppend voran, man wurde mit vielen Belanglosigkeiten konfrontiert, die Handlung zog sich breit wie ein Kaugummi und die Spannung lies etwas bis zur Mitte des Buches hin auf sich warten.




Auf der anderen Seite hatte dieser Schreibstil auch Vorteilen, so gab er hervorragende Einblicke in die Thematik Anatomie und Pathologie, was durchaus interessant war. Ebenso garantierten einige  Szenen dadurch ein Gänsehaut Feeling, da sie bis ins Einzelne sehr bildlich und gut vorstellbar beschrieben wurden.


Insgesamt lässt mich der Thriller etwas gespalten zurück auf der einen Seite der detailreiche Schreibstil der die Handlung enorm in die Länge zieht, dennoch einige Szenen so ins Licht rückt das man sie sich bildlich vorstellen kann.




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